Logo
1. Facials & Needling

1. Facials & Needling

Facials, Peelings, Microneedling mit PDRN und Exosomen, JetPeel und Akne-Behandlungen.

Zur Kategorie
2. Straffung & Lifting

2. Straffung & Lifting

Radiofrequenz, EMFACE und RF Needling sowie unsere Signature-Kombinationen für straffere Haut.

Zur Kategorie
3. Laser & Licht

3. Laser & Licht

Lasertuning, Pico- und CO2-Laser, IPL und Tattooentfernung.

Zur Kategorie
4. Body

4. Body

EMSCULPT NEO und Cellution für Muskelaufbau, Fettreduktion und Cellulite.

Zur Kategorie
5. Haarentfernung

5. Haarentfernung

Laser-Haarentfernung für alle Regionen – frei kombinierbar, mit 4er- und 8er-Abos.

Zur Kategorie
6. Ärztliche Behandlungen

6. Ärztliche Behandlungen

Dermatologie, Muskelrelaxans, Filler, Skin Booster, Polynukleotide und medizinische Laserbehandlungen.

Zur Kategorie
7. Gesundheitsmedizin

7. Gesundheitsmedizin

Allgemeinmedizin, IHHT, Infusionen, NAD+ und Longevity-Diagnostik.

Zur Kategorie

NAD+ bei Erschöpfung: Wirkung, Studienlage und Infusion

NAD+ ist ein zentrales Coenzym des Energiestoffwechsels und wird bei chronischer Erschöpfung, Burnout und Long COVID zunehmend diskutiert. Der Artikel erklärt, was NAD+ leistet, was Studien zeigen und wann eine Infusion in der Ordination sinnvoll sein kann.
Lesezeit: 7 Min

NAD+ ist ein zentrales Coenzym des Energiestoffwechsels und rückt bei chronischer Erschöpfung, Burnout und Long COVID zunehmend in den Fokus. Dieser Artikel erklärt, was NAD+ im Körper leistet, welche Hinweise die Forschung auf eine positive Wirkung bei Erschöpfung liefert und wann eine ärztlich begleitete NAD+-Infusion ein sinnvoller Baustein sein kann.

Sie schlafen acht Stunden und wachen trotzdem müde auf. Der Kaffee hilft bis Mittag, dann legt sich wieder dieser Schleier über Konzentration und Antrieb. Wer das kennt, stößt bei der Suche nach Lösungen früher oder später auf drei Buchstaben und ein Pluszeichen: NAD+. Das Molekül wird im Zusammenhang mit Erschöpfung, Burnout und Long COVID intensiv diskutiert – von Infusionen bis zu Kapseln aus dem Internet.

Zeit, genauer hinzusehen. In diesem Artikel erfahren Sie, was NAD+ im Körper tut, warum der Spiegel sinkt, was Studien und ärztliche Erfahrung zu NAD+ bei Erschöpfung zeigen und wie eine NAD+-Therapie in der Ordination sinnvoll eingebettet wird.

Was ist NAD+ und warum spielt es bei Erschöpfung eine Rolle?

NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein Coenzym, das in praktisch jeder Zelle vorkommt. Es transportiert Elektronen in den Mitochondrien (den „Kraftwerken“ der Zelle) und ist damit direkt an der Produktion von ATP beteiligt – jener Energiewährung, mit der Muskeln, Nerven und Gehirn arbeiten. Zusätzlich benötigen Reparaturenzyme wie Sirtuine und PARPs NAD+ als Treibstoff, um DNA-Schäden zu beheben und Entzündungsprozesse zu regulieren.

Gut dokumentiert ist: Der NAD+-Spiegel sinkt mit dem Alter deutlich. Chronischer Stress, Schlafmangel, Alkohol, Infektionen und anhaltende Entzündungen beschleunigen diesen Abbau. Genau hier setzt der therapeutische Ansatz an: Steht weniger NAD+ zur Verfügung, laufen Energieproduktion und Zellreparatur gedrosselt – und das kann sich als Erschöpfung, Fatigue (krankhafte, nicht durch Schlaf behebbare Müdigkeit) und Brain Fog (Konzentrations- und Wortfindungsstörungen) bemerkbar machen. Umgekehrt ist es naheliegend, dass das Auffüllen des Speichers die zelluläre Energieversorgung unterstützt.

Wussten Sie schon?

NAD+ wurde bereits 1906 entdeckt und zählt zu den am längsten erforschten Molekülen der Biochemie. Neu ist nicht das Coenzym, sondern die Möglichkeit, den Spiegel gezielt über Vorstufen oder Infusionen anzuheben.

NAD+ bei Burnout, Long COVID und Fatigue: Was sagt die Forschung?

Dass NAD+ für den Energiestoffwechsel unverzichtbar ist, steht außer Frage. Wie stark eine Erhöhung des Spiegels Beschwerden lindert, wird derzeit intensiv erforscht – mit ermutigenden, je nach Krankheitsbild unterschiedlich gut abgesicherten Ergebnissen.

NAD+ und Long COVID: Was erste Daten zeigen

Bei Long COVID beobachten Forschende mitochondriale Funktionsstörungen und erhöhten oxidativen Stress – also genau jene Mechanismen, bei denen NAD+ eine zentrale Rolle spielt. Erste Studien mit NAD+-Vorstufen wie Nicotinamid-Ribosid (NR) oder Nicotinamid-Mononukleotid (NMN) berichten von Verbesserungen bei Fatigue und kognitiven Beschwerden. Die Teilnehmerzahlen sind noch klein, größere kontrollierte Studien laufen. Die bisherigen Ergebnisse sind noch uneinheitlich.

NAD+ bei Burnout und Brain Fog: Was bekannt ist

Burnout entsteht primär durch anhaltende Überlastung. Chronischer Stress belastet aber auch den Zellstoffwechsel und erhöht den NAD+-Verbrauch. Ob eine NAD+-Therapie hier die Energieversorgung der Zellen stabilisieren und die Regeneration unterstützen kann, ist noch nicht ausreichend untersucht. Infrage käme sie ohnehin nur als Ergänzung zu Erholung, Schlaf und einer Veränderung der belastenden Umstände, nicht als deren Ersatz. Ähnliches gilt für Brain Fog: Viele Betroffene berichten von mehr Klarheit und Konzentration. Weil die Ursachen von Konzentrationsstörungen aber auch bei Schilddrüse, Eisenhaushalt oder Psyche liegen können, ist eine ärztliche Abklärung vor Therapiebeginn sinnvoll – damit NAD+ dort eingesetzt wird, wo es wirklich greifen kann.

Beschwerdebild Plausibler Mechanismus Studienlage zu NAD+ Einordnung
Altersbedingter Leistungsabfall NAD+-Abfall gut dokumentiert Mehrere kontrollierte Studien mit Vorstufen Gut belegt
Long COVID / Fatigue Mitochondriale Dysfunktion Erste Studien mit positiven Signalen Vielversprechend, weitere Studien laufen
Burnout Erhöhter NAD+-Verbrauch durch Stress Mechanistisch plausibel, wenige spezifische Daten Sinnvoller Baustein im Gesamtkonzept
Brain Fog Energieversorgung des Gehirns Erste Hinweise, positive Erfahrungsberichte Nach Ursachenabklärung gut einsetzbar

Wie lässt sich NAD+ bei Erschöpfung anheben – und welche Wege gibt es?

Grundsätzlich stehen drei Wege offen, die sich in Aufwand, Verfügbarkeit und Wirkungseintritt unterscheiden und sich gut kombinieren lassen:

  1. Lebensstil: Ausdauer- und Krafttraining, ausreichend Schlaf, Intervallfasten und Alkoholverzicht fördern die körpereigene NAD+-Synthese. Sie bilden die Grundlage jeder Therapie.
  2. Orale Vorstufen: NR und NMN werden im Darm aufgenommen und zu NAD+ umgebaut. Die Bioverfügbarkeit ist individuell unterschiedlich; Studien zeigen messbare Spiegelanstiege im Blut. Vorstufen eignen sich gut zur längerfristigen Unterstützung.
  3. Infusionstherapie: NAD+ wird direkt in die Vene verabreicht, umgeht den Verdauungstrakt und erreicht in kurzer Zeit hohe Blutspiegel. Viele Patient:innen beschreiben bereits nach den ersten Infusionen mehr Energie und geistige Klarheit; wie deutlich und wie anhaltend der Effekt ausfällt, ist individuell unterschiedlich. Die Infusion dauert in der Regel ein bis mehrere Stunden und wird bewusst langsam verabreicht, um vorübergehende Reaktionen wie Hitzegefühl oder Übelkeit zu vermeiden.

Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Ausgangslage, Befunden und Zielen ab. Eine NAD+-Infusion ersetzt nicht die Diagnostik – sie entfaltet ihren Nutzen aber gerade dann am besten, wenn sie in ein ärztlich begleitetes Konzept gegen Erschöpfung eingebettet ist.

Bevor Sie mit NAD+ beginnen

Ein Blutbild mit Ferritin (Eisenspeicher), Vitamin D, B12, Schilddrüsenwerten und Entzündungsparametern zeigt, ob zusätzlich behandelbare Ursachen vorliegen. So lässt sich die NAD+-Therapie gezielt ergänzen – etwa durch das Ausgleichen eines Eisen- oder Vitaminmangels – und ihre Wirkung besser einschätzen.

Wie eine NAD+-Infusion in der Ordination abläuft

Der Markt wächst schnell, und nicht jedes Angebot ist gleich sorgfältig aufgebaut. In der Ordination für Gesundheitsmedizin ist die NAD+-Infusion Teil eines strukturierten Vorgehens:

  • Eine ärztliche Untersuchung und, wenn nötig, eine Laborkontrolle gehen der Therapie voraus.
  • Sie erhalten eine realistische Einschätzung, welche Effekte in Ihrer Situation erwartbar sind.
  • Kontraindikationen (etwa Schwangerschaft, bestimmte Tumorerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen) werden aktiv abgefragt.
  • Die Infusion wird langsam und unter Beobachtung verabreicht, damit sie gut verträglich bleibt.
  • NAD+ wird als Teil eines Gesamtkonzepts besprochen – mit Schlaf, Bewegung und Stressregulation als Grundlage und bei Bedarf kombiniert mit weiteren Infusionstherapien.

Skeptisch sollten Sie werden, wenn Pauschalpakete ohne Vorgespräch angeboten oder Heilungsversprechen zu Long COVID gemacht werden. Die Forschung ist vielversprechend, befindet sich aber noch in Entwicklung – ein seriöser Umgang damit bedeutet, Chancen und Grenzen offen zu benennen.

FAQ zu NAD+ bei Erschöpfung

Hilft NAD+ bei chronischer Erschöpfung?

NAD+ unterstützt den zellulären Energiestoffwechsel, belastbare Studien zur Wirkung bei chronischer Erschöpfung fehlen jedoch noch. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich und hängt davon ab, welche Ursachen der Erschöpfung zugrunde liegen – deshalb lohnt sich eine ärztliche Abklärung vorab.

Ist NAD+ bei Long COVID sinnvoll?

Erste Studien zeigen Hinweise auf weniger Fatigue und bessere Konzentration, größere Untersuchungen laufen. Im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzepts kann NAD+ ein sinnvoller Baustein sein; die Entscheidung erfolgt nach ärztlicher Abklärung.

Welche Nebenwirkungen hat eine NAD+-Infusion?

Bei zu schneller Gabe können Hitzewallungen, Übelkeit oder ein Druckgefühl im Brustkorb auftreten. Diese Reaktionen klingen in der Regel ab, sobald die Laufgeschwindigkeit reduziert wird. Bei langsamer, ärztlich begleiteter Verabreichung ist die Infusion üblicherweise gut verträglich.

Was ist der Unterschied zwischen NMN, NR und NAD+?

NMN und NR sind Vorstufen, die der Körper zu NAD+ umbaut; NAD+ selbst wird meist per Infusion gegeben. Orale Vorstufen eignen sich zur längerfristigen Unterstützung, Infusionen erreichen schneller hohe Spiegel.

Kann ich NAD+ über die Ernährung aufnehmen?

Direkt kaum, aber Niacin (Vitamin B3) aus Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchten und Vollkorn liefert die Bausteine dafür. Bewegung und Schlaf beeinflussen die körpereigene Produktion zusätzlich deutlich.

Fazit: NAD+ bei Erschöpfung – ein Baustein mit Potenzial

NAD+ ist biochemisch unbestritten zentral für die Energieversorgung der Zellen. Die Idee, den Spiegel bei Erschöpfung, Burnout oder Long COVID gezielt anzuheben, ist plausibel und wird durch erste Studien sowie die Erfahrung vieler Patient:innen gestützt. Die wissenschaftliche Absicherung schreitet voran, Ergebnisse bleiben individuell unterschiedlich. Wer NAD+ nutzen möchte, profitiert am meisten, wenn die Therapie nach einer ärztlichen Untersuchung erfolgt – mit klaren Erwartungen und als Teil eines Gesamtkonzepts.

Wenn Sie Ihre Erschöpfung abklären und über Möglichkeiten wie die NAD+-Infusionstherapie sprechen möchten, steht Ihnen Dr. Bernadette Auer in der Ordination für Gesundheitsmedizin im Wiener Cottageviertel mit Zeit für Beratung und Diagnostik zur Verfügung. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was hinter Ihrer Müdigkeit steckt – und welche Unterstützung zu Ihnen passt.

Termin bei Dr. Auer online vereinbaren

The Cottage
Über den Autor

The Cottage

Dr. Peri Bergmann-Caucig ist Fachärztin für Dermatologie. Sie studierte Medizin in Wien und absolvierte ihre Facharztausbildung an der Universitätsklinik Mainz sowie an der Charité Berlin, die sie 2008 abschloss. Seit 2009 führt sie ihre Wahlarztordination im Währinger Cottageviertel in vierter Generation einer Ärztefamilie mit Schwerpunkt auf Dermatologie, Gesundheitsmedizin und Lasermedizin. Ergänzend leitet sie ein Institut für medizinische Kosmetik mit zwei Standorten in Wien, das mit modernsten, medizinisch zertifizierten Geräten arbeitet.

Alle Beiträge ansehen