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Exosomen Behandlung nach Microneedling: Wirkung, Rechtslage, Studien

Exosomen gelten als vielversprechender Wirkstoff für die Hautregeneration. Der Artikel erklärt, wie die Exosomen Behandlung nach Microneedling funktioniert, warum im Kosmetik-Institut Exosomen aus Rinderkolostrum verwendet werden und wie die Rechts- und Studienlage aussieht.
Lesezeit: 9 Min

Eine Exosomen Behandlung nach Microneedling gilt als vielversprechender Ansatz zur Hautregeneration. Im Institut für medizinische Kosmetik von The Cottage kommen Exosomen aus Rinderkolostrum eines italienischen Herstellers zum Einsatz, die als Kosmetikum in der EU notifiziert sind und ausschließlich äußerlich angewendet werden. Der Artikel erklärt Wirkprinzip, Herkunft, Rechtslage und den aktuellen Stand der Forschung – ehrlich und ohne Übertreibung.

Kaum ein Wirkstoff hat die Hautpflege in den letzten Jahren so beschäftigt wie Exosomen. In sozialen Medien werden sie als Zukunft der Regeneration gefeiert, in Fachkreisen mit großem Interesse diskutiert und erforscht. Die Exosomen Behandlung nach Microneedling zielt auf ein feineres Hautbild, weniger Rötungen und eine schnellere Erholung nach der Behandlung – doch was davon ist bereits belegt, was ist in Entwicklung, und was ist in Österreich rechtlich klar geregelt?

Dieser Artikel erklärt, was Exosomen sind, warum wir im Institut für medizinische Kosmetik auf Exosomen aus Rinderkolostrum setzen, wie die Rechtslage in der EU aussieht und was Sie über den Stand der Forschung wissen sollten, bevor Sie sich für ein Regenerative Microneedling entscheiden.

Was ist eine Exosomen Behandlung und wie funktioniert sie nach Microneedling?

Exosomen sind winzige extrazelluläre Vesikel (membranumhüllte Bläschen mit einem Durchmesser von etwa 30 bis 150 Nanometern), die Zellen aussenden, um miteinander zu kommunizieren. Sie transportieren Proteine, Lipide und Nukleinsäuren wie microRNA und können damit das Verhalten von Nachbarzellen beeinflussen – etwa Fibroblasten (bindegewebsbildende Zellen) zur Kollagenproduktion anregen oder Entzündungssignale dämpfen. Genau dieser Botenstoff-Charakter macht sie für die Hautregeneration so interessant: Statt nur Feuchtigkeit oder Nährstoffe zuzuführen, geben Exosomen der Haut Signale, ihre eigenen Regenerationsprozesse zu aktivieren.

Beim Exosomen Microneedling wird die Haut zunächst mit feinen Nadeln kontrolliert perforiert. Die so entstehenden Mikrokanäle dienen als Eintrittspforte: Die exosomenhaltige Lösung wird direkt danach aufgetragen und kann tiefer in die Epidermis (Oberhaut) eindringen als bei reiner Pflege. Die Exosomen werden dabei nicht injiziert, sondern topisch (äußerlich) angewendet – ein Unterschied, der rechtlich entscheidend ist, wie Sie weiter unten lesen.

Exosomen aus Rinderkolostrum: Warum diese Herkunft?

In der Kosmetik kommen heute pflanzliche Exosomen (etwa aus Zellkulturen von Rosen oder Centella asiatica) sowie Exosomen tierischen Ursprungs zum Einsatz. Humane Exosomen aus menschlichen Stammzellen dürfen in europäischen Kosmetika nicht verwendet werden.

Im Institut für medizinische Kosmetik von The Cottage verwenden wir Exosomen aus Rinderkolostrum (Erstmilch, die Kühe in den ersten Tagen nach der Geburt bilden). Kolostrum ist von Natur aus reich an Signalstoffen, Wachstumsfaktoren und Immunbotenstoffen, die das Neugeborene beim Aufbau von Gewebe und Abwehr unterstützen. Die daraus gewonnenen Exosomen gelten in der Forschung als besonders stabil, gut verträglich und in standardisierter Qualität herstellbar – Eigenschaften, die für ein kosmetisches Produkt wesentlich sind. In Labor- und Tiermodellen wurden für Kolostrum- und Milch-Exosomen unter anderem entzündungshemmende Effekte und eine Unterstützung der Wundheilung beschrieben.

Das von uns eingesetzte Präparat stammt von einem italienischen Hersteller, der über die erforderlichen Notifizierungen und Qualitätszertifizierungen verfügt. Herkunft, Gewinnung und Zusammensetzung sind dokumentiert und nachvollziehbar – ein Punkt, der uns bei der Auswahl wichtig war.

Exosomen Haut Studien: Was ist wissenschaftlich belegt?

Die Forschungslage ist jung, aber ausgesprochen dynamisch. Der Großteil der Exosomen Haut Studien stammt bislang aus dem Labor (in vitro) oder aus Tiermodellen. Dort zeigen sich konsistent Effekte wie eine gesteigerte Kollagen- und Elastinsynthese, eine beschleunigte Wundheilung und entzündungshemmende Wirkungen. Diese Ergebnisse liefern eine solide biologische Grundlage, lassen sich aber noch nicht eins zu eins auf die menschliche Haut übertragen.

Klinische Studien am Menschen sind bislang klein, zeigen jedoch in eine erfreuliche Richtung. Eine viel zitierte koreanische Split-Face-Studie (eine Gesichtshälfte wird behandelt, die andere dient als Kontrolle) aus dem Jahr 2020 untersuchte Exosomen nach fraktioniertem Laser bei Aknenarben und fand eine messbar bessere Narbenstruktur und kürzere Rötungsphase. Kleinere Beobachtungsstudien zum Exosomen Microneedling berichten Ähnliches: weniger Ausfallzeit, gleichmäßigeres Hautbild. Was noch fehlt, sind große, randomisierte, placebokontrollierte Studien mit standardisierten Präparaten und Langzeitdaten.

Genau hier bewegt sich derzeit viel. Auf dem IMCAS-Kongress in Shanghai im August 2026, an dem unser Team teilgenommen hat, wurden zahlreiche laufende Studien vorgestellt – darunter Untersuchungen mit Exosomen aus Rinderkolostrum, wie wir sie im Institut verwenden. Ergebnisse liegen noch nicht abschließend vor, doch wir sind optimistisch, dass die Datenlage in den kommenden Jahren deutlich belastbarer wird. Bis dahin gilt: Die Behandlung beruht auf plausiblen Mechanismen und ermutigenden ersten Daten, nicht auf gesicherter Evidenz.

Evidenzstufe Was untersucht wurde Aussagekraft
Laborstudien (in vitro) Wirkung auf Fibroblasten, Kollagenbildung, Entzündungssignale Hoch für Mechanismen, begrenzt für Praxisergebnisse
Tiermodelle Wundheilung, Narbenbildung Deutliche Hinweise, keine direkte Übertragbarkeit
Kleine klinische Studien Aknenarben, Rötung nach Laser/Needling Erste positive Daten, kleine Fallzahlen
Große randomisierte Studien Laufende Projekte, u. a. mit Kolostrum-Exosomen Ergebnisse werden erwartet

Wussten Sie schon?

Der Begriff „Exosomen“ wird auf Produkten unterschiedlich verwendet. Manche kosmetische Präparate enthalten „exosomenähnliche Vesikel“ pflanzlicher Herkunft, deren Zusammensetzung sich von tierischen oder humanen Exosomen unterscheidet. Konzentration und Qualität variieren von Produkt zu Produkt erheblich. Fragen Sie daher immer nach Herkunft und Notifizierung – wir geben Ihnen diese Information gerne.

Exosomen Zulassung EU: Was ist in Österreich erlaubt?

Für die Exosomen Zulassung EU gilt eine klare Trennlinie zwischen Arzneimittel und Kosmetik. Exosomen, die injiziert werden oder aus menschlichen Zellen stammen, fallen unter die Kategorie der Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP) und benötigen eine behördliche Zulassung. Eine solche existiert derzeit für kein Exosomenprodukt in der EU. Injektionen von Exosomen sind daher in Österreich nicht zulässig.

Anders und eindeutig geregelt ist die äußerliche Anwendung. Die EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 schließt Exosomen nicht-menschlichen Ursprungs als kosmetischen Inhaltsstoff nicht aus (Anhang II verbietet Zellen, Gewebe und Produkte humaner Herkunft). Eine Exosomen Behandlung nach Microneedling ist in Österreich damit rechtlich klar gedeckt, wenn drei Bedingungen erfüllt sind – und alle drei sind im Institut für medizinische Kosmetik von The Cottage gegeben:

  1. Das Produkt ist als Kosmetikum in der EU notifiziert und enthält Exosomen nicht-menschlichen Ursprungs – bei uns aus Rinderkolostrum.
  2. Die Anwendung erfolgt ausschließlich topisch auf der Hautoberfläche, auch nach dem Microneedling. Es wird nichts injiziert.
  3. Die Behandlung wird als kosmetische Hautbildverbesserung angeboten, nicht als Therapie einer Erkrankung.

Worauf Sie bei der Produktherkunft achten sollten

Seriöse Anbieter können Ihnen die Herkunft der Exosomen nennen, das Produkt als in der EU notifiziertes Kosmetikum belegen und die Anwendung transparent erklären. Vorsicht ist geboten, wenn mit „Stammzelltherapie“ geworben wird, Exosomen als Injektion angeboten werden oder die Herkunft unklar bleibt. Bei uns erfahren Sie im Beratungstermin, woher das Präparat stammt, wie es hergestellt wird und wie es angewendet wird.

Exosomen Risiken: Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Bei topischer Anwendung notifizierter Kosmetika sind die Exosomen Risiken nach aktuellem Wissensstand gering. Die meisten Reaktionen gehen auf das Microneedling selbst zurück: Rötung, leichte Schwellung, Spannungsgefühl für ein bis drei Tage. Exosomen werden gerade deshalb mit Microneedling kombiniert, weil sie diese Reaktionen in der Regel abmildern und die Erholung unterstützen sollen – individuell unterschiedlich und abhängig von Hautbild und Ausgangslage.

Fair bleibt anzumerken: Weil Langzeitdaten noch fehlen, lässt sich nicht abschließend sagen, wie wiederholte Anwendungen über viele Jahre wirken. Was Sie außerdem kennen sollten:

  • Allergische Reaktionen auf Trägerstoffe oder Konservierungsmittel der Lösung sind möglich, wenn auch selten.
  • Zwischen verschiedenen Produkten am Markt bestehen Qualitätsunterschiede; ein dokumentierter, standardisierter Herstellungsprozess ist daher ein wichtiges Auswahlkriterium.
  • Bei Produkten unklarer Herkunft besteht ein Kontaminationsrisiko – ein Grund mehr, auf Notifizierung und Nachvollziehbarkeit zu achten.
  • Realistische Erwartungen: Exosomen unterstützen die Regeneration, das Ergebnis bleibt individuell.

Vor dem Beratungstermin

Notieren Sie sich, was Sie mit der Behandlung erreichen möchten – etwa ein feineres Hautbild, weniger Aknenarben oder eine kürzere Erholungszeit. Ihre Kosmetikerin bespricht mit Ihnen, ob das Regenerative Microneedling mit Exosomen für Ihr Ziel die passende Stufe ist oder ob Classic Microneedling mit Hyaluron bzw. Repair Microneedling mit PDRN zunächst ausreicht. Viele Kund:innen, die bereits Repair Microneedling kennen, erleben Exosomen als konsequenten nächsten Schritt.

FAQ: Häufige Fragen zur Exosomen Behandlung

Ist eine Exosomen Behandlung in Österreich legal?

Ja, sofern die Exosomen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind, das Produkt als Kosmetikum notifiziert ist und ausschließlich äußerlich aufgetragen wird. Genau so arbeiten wir im Institut für medizinische Kosmetik. Injektionen oder Produkte aus menschlichen Zellen sind in der EU nicht zugelassen.

Woher stammen die Exosomen bei The Cottage?

Aus Rinderkolostrum, hergestellt von einem italienischen Hersteller mit den erforderlichen Notifizierungen und Qualitätszertifizierungen. Herkunft und Herstellung sind dokumentiert.

Wie viele Sitzungen Exosomen Microneedling sind sinnvoll?

In der Regel werden drei bis vier Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen empfohlen, abhängig von Hautbild und Ausgangslage. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich.

Was unterscheidet Exosomen von PDRN oder Hyaluron beim Microneedling?

Hyaluron spendet Feuchtigkeit, PDRN (Polydesoxyribonukleotid) unterstützt die Zellreparatur, Exosomen wirken als Signalstoffe auf die Zellkommunikation und sprechen damit die Regeneration auf einer weiteren Ebene an. Welche Stufe passt, hängt vom Hautzustand und Ihrem Ziel ab.

Gibt es belastbare Exosomen Haut Studien am Menschen?

Es gibt erste kleine klinische Studien mit positiven Ergebnissen, vor allem bei Aknenarben, und mehrere größere Studien sind derzeit in Arbeit – darunter solche mit Exosomen aus Rinderkolostrum. Große randomisierte Untersuchungen liegen noch nicht vor.

Welche Exosomen Risiken sollte ich kennen?

Bei notifizierten Kosmetika sind die Risiken bei äußerlicher Anwendung gering. Mögliche allergische Reaktionen auf Trägerstoffe sowie die noch fehlenden Langzeitdaten sollten Sie dennoch kennen.

Fazit: Exosomen Behandlung mit realistischem Optimismus

Exosomen sind kein Wundermittel, aber ein Wirkstoffkonzept mit Zukunft. Die Mechanismen sind biologisch plausibel, erste klinische Daten sind ermutigend, und die Forschung nimmt gerade spürbar Fahrt auf. Die Anwendung nach Microneedling ist in Österreich als kosmetische Behandlung klar geregelt – vorausgesetzt, das Produkt stammt nicht aus menschlichen Zellen, ist als Kosmetikum notifiziert und wird nur äußerlich angewendet. All das ist bei uns gegeben: Wir arbeiten mit Exosomen aus Rinderkolostrum eines italienischen Herstellers, wenden sie ausschließlich topisch nach dem Microneedling an und sprechen offen darüber, was heute belegt ist und was noch erforscht wird.

Im Institut für medizinische Kosmetik von The Cottage ist das Regenerative Microneedling mit Exosomen die dritte Stufe unseres abgestuften Microneedling-Konzepts – nach Classic Microneedling mit Hyaluron und Repair Microneedling mit PDRN. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Stufe zu Ihrer Haut passt – ein Beratungstermin schafft Klarheit.

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Über den Autor

The Cottage

Dr. Peri Bergmann-Caucig ist Fachärztin für Dermatologie. Sie studierte Medizin in Wien und absolvierte ihre Facharztausbildung an der Universitätsklinik Mainz sowie an der Charité Berlin, die sie 2008 abschloss. Seit 2009 führt sie ihre Wahlarztordination im Währinger Cottageviertel in vierter Generation einer Ärztefamilie mit Schwerpunkt auf Dermatologie, Gesundheitsmedizin und Lasermedizin. Ergänzend leitet sie ein Institut für medizinische Kosmetik mit zwei Standorten in Wien, das mit modernsten, medizinisch zertifizierten Geräten arbeitet.

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