Erbium Glass Laser, Erbium:YAG und CO2-Laser unterscheiden sich vor allem in Wellenlänge, Eindringtiefe und darin, ob die Hautoberfläche abgetragen wird oder intakt bleibt. Dieser Artikel erklärt, wie die drei Lasertypen wirken, worin der Erbium YAG Unterschied zum CO2-Laser liegt und für welche Hautanliegen welches Verfahren in der Regel infrage kommt.
Wer sich über Laserbehandlungen der Haut informiert, stößt rasch auf drei Namen, die zum Verwechseln ähnlich klingen: Erbium Glass Laser, Erbium:YAG-Laser und CO2-Laser. Zwei davon tragen sogar dasselbe Element im Namen – und wirken trotzdem grundverschieden. Der eine lässt die Hautoberfläche unberührt, der andere trägt sie hauchdünn ab, der dritte arbeitet mit deutlich mehr Wärme in der Tiefe.
Genau diese Unterschiede entscheiden darüber, wie lange die Haut nach einer Sitzung Zeit zur Erholung braucht, wie viele Behandlungen üblicherweise sinnvoll sind und welche Hautanliegen sich mit welchem Gerät angehen lassen. Im Folgenden erfahren Sie, was hinter den Bezeichnungen steckt, wie der fraktionierte Laser Vergleich der drei Systeme ausfällt und woran Sie erkennen, welcher Laser zu welcher Fragestellung passt.
Ablativ oder nicht-ablativ: Was bedeutet das bei Hautlasern?
Alle drei Laser arbeiten mit demselben Grundprinzip: Lichtenergie einer bestimmten Wellenlänge wird vom Wasser in der Haut aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Diese Wärme setzt einen Reparaturprozess in Gang, bei dem die Haut neues Kollagen (strukturgebendes Eiweiß des Bindegewebes) bildet. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie stark das Wasser die jeweilige Wellenlänge absorbiert – und damit, ob Gewebe verdampft oder nur erwärmt wird.
Ablative Laser (von lateinisch „ablatio“, Abtragung) entfernen die oberste Hautschicht gezielt. Dazu zählen der Erbium:YAG- und der CO2-Laser. Ein nicht-ablativer Laser wie der Erbium Glass Laser lässt die Epidermis (Oberhaut) hingegen intakt und erhitzt ausschließlich tiefer liegende Schichten. Moderne Geräte arbeiten zudem meist fraktioniert: Der Strahl wird in viele winzige Säulen aufgeteilt, zwischen denen unbehandelte Haut stehen bleibt. Diese Inseln beschleunigen die Heilung erheblich.
Wussten Sie schon?
Die Zahl hinter dem Lasernamen ist die Wellenlänge in Nanometern. Beim Erbium:YAG-Laser liegt sie bei 2.940 nm – exakt dort, wo Wasser Licht am stärksten aufnimmt. Deshalb wirkt er extrem oberflächlich und präzise. Der CO2-Laser mit 10.600 nm wird weniger stark absorbiert und dringt tiefer ein, der Erbium Glass Laser mit rund 1.540 bis 1.550 nm erwärmt das Gewebe, ohne es zu verdampfen.
Wie wirkt der Erbium Glass Laser als nicht-ablativer Laser?
Der Erbium Glass Laser (Erbium-dotiertes Glas als Lasermedium) sendet seine Energie in Form feiner Mikrosäulen durch die intakte Oberhaut bis in die Dermis (Lederhaut). Dort entstehen sogenannte mikrothermische Zonen: winzige, kontrolliert erwärmte Bereiche, die den Umbau des Bindegewebes anregen. Weil die schützende Hautbarriere erhalten bleibt, gibt es keine offenen Wundflächen. Typisch sind nach der Behandlung eine Rötung und ein leichtes Wärmegefühl, das in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen abklingt.
Eingesetzt wird der Erbium Glass Laser vor allem zur Verfeinerung des Hautbilds: bei vergrößerten Poren, feinen Linien, unebener Hautstruktur, leichten Aknenarben und zur allgemeinen Hautstraffung. Da jede Sitzung vergleichsweise sanft arbeitet, werden üblicherweise mehrere Behandlungen im Abstand einiger Wochen kombiniert. Die Ergebnisse bauen sich dabei langsam auf – wie stark, ist individuell unterschiedlich und hängt von Hautbild und Ausgangslage ab.
Erbium YAG Unterschied zu CO2: Was leisten die ablativen Laser?
Beim Erbium YAG Unterschied zum CO2-Laser geht es weniger um das Ob der Abtragung als um das Wie. Der Erbium:YAG-Laser verdampft Gewebe schichtweise und hinterlässt dabei nur eine sehr schmale thermische Randzone. Das macht ihn zu einem Instrument für feine Arbeit: oberflächliche Unebenheiten, kleine Hautveränderungen oder ein kontrolliertes „Abschleifen“ der obersten Schicht. Die Haut heilt nach einer Behandlung vergleichsweise rasch, allerdings ist der straffende Effekt durch die geringe Wärmeeinwirkung begrenzter.
Der CO2-Laser trägt ebenfalls ab, erzeugt dabei aber deutlich mehr Wärme in der Umgebung der Behandlungszonen. Genau diese Wärme ist erwünscht: Sie zieht das Kollagen zusammen und regt eine kräftige Neubildung an. In der fraktionierten Variante lässt sich der CO2-Laser bei tieferen Falten, ausgeprägten Aknenarben, Operationsnarben und stärker sonnengeschädigter Haut einsetzen. Der Preis dafür ist eine längere Erholungsphase mit Krusten, Rötung und Schwellung über rund fünf bis zehn Tage sowie ein höherer Anspruch an Nachsorge und Sonnenschutz. Ablative Verfahren dieser Tiefe gehören in ärztliche Hände.
Was die Frage „CO2 Laser oder Erbium“ in der Praxis bedeutet, zeigt sich am besten an drei Faktoren:
- Eindringtiefe: Erbium:YAG oberflächlich, Erbium-Glass mitteltief ohne Abtragung, CO2 tief mit Abtragung.
- Ausfallzeit: Erbium-Glass gering, Erbium:YAG mittel, CO2 am längsten.
- Intensität pro Sitzung: CO2 am stärksten, dafür meist weniger Sitzungen nötig.
Fraktionierter Laser Vergleich: Welcher Laser passt zu welchem Hautanliegen?
Die folgende Übersicht fasst den fraktionierten Laser Vergleich der drei Systeme zusammen. Sie ersetzt keine persönliche Einschätzung, hilft aber, die Verfahren einzuordnen.
| Merkmal | Erbium Glass Laser | Erbium:YAG-Laser | CO2-Laser |
|---|---|---|---|
| Wellenlänge | ca. 1.540–1.550 nm | 2.940 nm | 10.600 nm |
| Wirkprinzip | nicht-ablativ, Erwärmung der Dermis | ablativ, oberflächliche Abtragung | ablativ, Abtragung plus Tiefenwärme |
| Hautoberfläche | bleibt intakt | wird abgetragen | wird abgetragen |
| Typische Anliegen | Poren, feine Linien, Hautstruktur, leichte Narben | oberflächliche Unebenheiten, feine Fältchen | tiefere Falten, ausgeprägte Narben, Sonnenschäden |
| Erholungszeit | ca. 1–3 Tage Rötung | ca. 3–7 Tage | ca. 5–10 Tage |
| Sitzungen | meist mehrere | je nach Ziel eine bis mehrere | oft eine bis zwei |
Welches Verfahren sinnvoll ist, ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Hautzustand, gewünschter Intensität und der Zeit, die Sie für die Erholung einplanen können. Wer das Hautbild schrittweise verfeinern möchte und im Alltag keine sichtbare Heilungsphase akzeptieren kann, ist in der Regel mit einem nicht-ablativen Laser gut beraten. Bei tiefen Narben oder deutlich erschlaffter Haut stößt dieser Ansatz an Grenzen – hier kommt der CO2-Laser ins Spiel. Der Erbium:YAG-Laser besetzt die Mitte: präzise, kontrolliert, mit überschaubarer Ausfallzeit.
Unabhängig vom gewählten Laser gelten einige Grundregeln:
- Gebräunte Haut vorher mehrere Wochen meiden – das Risiko für Pigmentverschiebungen steigt sonst.
- Nach der Behandlung konsequent Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.
- Reizende Wirkstoffe wie Retinol oder Fruchtsäuren vorübergehend pausieren.
- Aktive Hautinfektionen oder akute Herpesausbrüche vorab ansprechen.
Erholungsphase realistisch planen
Legen Sie ablative Behandlungen nicht direkt vor wichtige Termine. Für den CO2-Laser empfiehlt sich ein Puffer von mindestens zwei Wochen, beim Erbium:YAG-Laser etwa eine Woche. Nach einem Erbium Glass Laser reicht oft ein ruhiges Wochenende, da lediglich eine Rötung zurückbleibt.
Häufige Fragen zu Erbium Glass Laser, Erbium:YAG und CO2
Ist der Erbium Glass Laser dasselbe wie der Erbium:YAG-Laser?
Nein, beide nutzen zwar Erbium als laseraktives Element, arbeiten aber mit völlig unterschiedlichen Wellenlängen und Wirkprinzipien. Der Erbium:YAG-Laser trägt die Hautoberfläche ab, der Erbium Glass Laser erwärmt die Lederhaut, ohne die Oberhaut zu verletzen.
CO2 Laser oder Erbium – was ist bei Aknenarben sinnvoller?
Das hängt von Tiefe und Ausprägung der Narben ab. Flache, großflächige Narben lassen sich oft mit einem nicht-ablativen Laser über mehrere Sitzungen angehen, tief eingezogene Narben sprechen in der Regel stärker auf den fraktionierten CO2-Laser an.
Wie viele Sitzungen braucht man mit einem nicht-ablativen Laser?
Üblicherweise werden drei bis fünf Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen kombiniert. Die genaue Zahl ist individuell unterschiedlich und richtet sich nach Hautbild und Ziel.
Tut eine Laserbehandlung weh?
Die meisten Menschen beschreiben ein Wärme- oder Prickelgefühl, dessen Intensität mit der Eindringtiefe zunimmt. Bei ablativen Verfahren kommt in der Regel eine betäubende Creme zum Einsatz, beim Erbium Glass Laser reicht häufig eine Kühlung.
Fazit: Drei Laser, drei Einsatzbereiche
Die drei Lasertypen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern decken unterschiedliche Bedürfnisse ab. Der Erbium Glass Laser verfeinert das Hautbild schonend und ohne sichtbare Wundfläche, der Erbium:YAG-Laser arbeitet präzise an der Oberfläche, und der CO2-Laser liefert die stärkste Wirkung in der Tiefe – mit entsprechend längerer Erholungszeit. Welcher Weg zu Ihrer Haut passt, lässt sich erst im persönlichen Gespräch klären.
Im Institut für medizinische Kosmetik von The Cottage in Wien gehört der Erbium-Glass-Laser zum Angebot der Hautbildverbesserung; die Behandlerin im Institut für medizinische Kosmetik bespricht mit Ihnen im Beratungstermin, ob das Verfahren zu Ihrem Hautbild passt. Der fraktionierte CO2-Laser wird hingegen in der dermatologischen Ordination im selben Haus angeboten – Termine dafür werden dort telefonisch vereinbart. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was zu Ihrer Haut passt.